KEYMILE realisiert Kommunikationsnetz für französisches Schnellbahnprojekt

30. Oktober 2014

KEYMILE hat den Zuschlag für den Aufbau des Mission-Critical-Kommunikationsnetzes für die französische Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV BPL von Le Mans nach Rennes erhalten. Bauherr und Betreiber der Strecke, die bis zum Frühjahr 2017 fertiggestellt werden soll, ist der französische EIFFAGE-Konzern. KEYMILE wird im Rahmen des Turnkey-Projekts mit seiner Multi-Service Packet Transport Platform MileGate eine Hybrid-Lösung mit SDH- und nativem Gigabit-Ethernet/IP-Netz realisieren.

Die LGV (Ligne à grande vitesse) Bretagne - Pays de la Loire ist eine französische Hochgeschwindigkeitsstrecke, deren Baubeginn Mitte 2012 erfolgte. Sie wird die LGV in Richtung Bretagne von Le Mans bis nach Rennes verlängern. Die kommerzielle Inbetriebnahme ist für Mai 2017 geplant. Das Projekt wird unter Leitung des französischen Bauunternehmens EIFFAGE für den Netzinhaber RFF (Réseaux Ferré de France) im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft verwirklicht. Die Gesamtlänge der LGV BPL wird rund 214 Kilometer betragen.

Den Zuschlag für die Bereitstellung des Telekommunikationsnetzes hat KEYMILE erhalten, ein technologisch führender Anbieter von Telekommunikationslösungen. KEYMILE ist unter anderem auf die Entwicklung von Produkten und Lösungen für anwendungskritische Kommunikationsnetze bei Bahngesellschaften spezialisiert.

KEYMILE wird im Rahmen des Projektes eine Lösung für das gesamte Telekommunikations-Backbone bereitstellen, die den Eisenbahnbetrieb unterstützt und sicherstellt. Dabei handelt es sich um eine Hybrid-Lösung aus SDH-Netz und Gigabit-Ethernet/IP. Sie basiert auf der Multi-Service Packet Transport Platform MileGate von KEYMILE, die als modularer Ethernet/IP Switch und als SDH-Multiplexer oder auch in Kombination betrieben werden kann, ohne dass der Funktionsumfang der jeweils anderen Technologie eingeschränkt ist. In dieser Konfiguration wird MileGate auch in diesem französischen Schnellbahnprojekt eingesetzt.

Mit der KEYMILE-Lösung werden alle Anwendungen und Dienste bereitgestellt, die bei der Datenkommunikation und Signalübertragung in der Bahntechnik der französischen Hochgeschwindigkeitsstrecke unerlässlich sind. Das betrifft die Kontroll-, Sicherheits- und Kommunikationssysteme. Im Einzelnen geht es dabei zum Beispiel um Bereiche wie Signalisierung, Bahnstrom, Seitenwinddetektion, Video-Überwachung oder diverse Telefonie- und Daten-Dienste.

Konkret wird KEYMILE im Rahmen des Projekts alle für die Realisierung eines Mission-Critical-Kommunikations-Backbones benötigten Systeme zur Verfügung stellen. Dazu zählen unter anderem das Produkt MileGate, passive Komponenten, Server und Software einschließlich der Network-Management-Software UNEM. Durch die Einbindung aller Kernkomponenten in UNEM steht dem Schienenbetreiber ein einheitliches Netzmanagementsystem zur Verfügung. KEYMILE übernimmt das Projektmanagement und leistet alle Projektphasen von der Netzplanung, dem Engineering und Design bis hin zur Lösungsimplementierung und Dokumentation. Nach der kommerziellen Inbetriebnahme wird KEYMILE auch Service- und Supportleistungen für einen Zeitraum von bis zu 19 Jahren liefern.

KEYMILE konnte sich in der Ausschreibung gegen insgesamt neun Mitbewerber behaupten. Auf der Shortlist standen letztlich zwei Anbieter, die die Umsetzbarkeit ihrer Lösungen jeweils in einem Proof of Concept (POC) belegen mussten. Die POC-Phase umfasste dabei die Ausarbeitung eines konkreten Lösungsdesigns und einer detaillierten Testspezifikation mit anschließender Validierung.

Dabei konnte sich der integrierte KEYMILE-Lösungsansatz durchsetzen. Mit der MileGate-UNEM-Kombination sind alle Kundenanforderungen hinsichtlich Konnektivität, Sicherheit und Service in einer einfachen Art und Weise zu erfüllen. „In der Ausschreibungs- und POC-Phase hat uns KEYMILE mit seiner hohen Professionalität und Kundenorientierung zu jeder Zeit überzeugt", betont Sidoine Serraj, Projektmanager bei EIFFAGE ENERGIE. „Für unsere Entscheidung waren letztlich drei Punkte ausschlaggebend. Erstens hat KEYMILE für die anspruchsvolle Aufgabenstellung einen einfachen Lösungsansatz vorgestellt, ganz im Unterschied zum verbliebenen Wettbewerber. Zweitens war es uns wichtig, dass KEYMILE Lösungen bereitstellt, die auf Langlebigkeit und hohe Sicherheit ausgelegt sind und zudem die Entwicklung und Produktion im eigenen Hause garantiert. Nicht zuletzt war es natürlich ein großer Vorteil, dass KEYMILE bereits über eine ausgewiesene Erfahrung bei Telekommunikationsnetzen für Bahngesellschaften verfügt und hier auch zahlreiche Referenzprojekte anführen konnte."

Axel Föry, Chief Executive Officer bei KEYMILE, ergänzt: „Wir sind sehr stolz, dass wir den Projektauftrag erhalten haben, gerade auch angesichts der namhaften Mitbewerber. Für uns hat das Projekt insofern eine erhebliche strategische Bedeutung, da wir hier erstmals bei einer Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht nur als reiner Hardware-Lieferant mit einem Implementierungspartner auftreten, sondern gleichzeitig als End-to-End-Lösungsanbieter und Integrator agieren. Unter vertrieblichen Aspekten gehen wir davon aus, dass das eine erhebliche Signalwirkung im Markt hat."

 

Über KEYMILE

KEYMILE ist ein technologisch führender Anbieter von Telekommunikationslösungen mit Hauptstandorten in Deutschland und der Schweiz. Die flexiblen und robusten Multi-Service-Zugangs- und Übertragungssysteme ermöglichen es Netzbetreibern, vielfältige Sprach- und Datendienste über Kupfer- und Glasfaserkabel bereitzustellen. Die gleichzeitige Verfügbarkeit von IP/Ethernet- und TDM-Technologie gewährleistet eine reibungslose Evolution zur paketbasierten Datenübertragung. In den Telekommunikationsnetzen von Bahnen, Energieversorgern und staatlichen Institutionen werden KEYMILE-Systeme für die sichere Datenübertragung in unternehmenskritischen Netzbereichen eingesetzt. Öffentliche Netzbetreiber nutzen die Produkte für die Bereitstellung von Teilnehmeranschlüssen mit höchster Bandbreite. Die KEYMILE-Systeme zeichnen sich aus durch hohe Verfügbarkeit und Lebensdauer, einfachen Betrieb, gute Öko-Bilanz sowie höchste Systemintegrität aufgrund des deutschen Produktionsstandorts. Das Unternehmen ist weltweit mit Tochterfirmen und Partnern vertreten und kann auf Systeminstallationen in mehr als 100 Ländern verweisen.

 

Über EIFFAGE

EIFFAGE ist das fünftgrößte Bau- und Konzessionsunternehmen Europas. Der Konzern deckt mit seinen fünf Geschäftsbereichen die Bauausführung und öffentliche Bauprojekte ebenso fachgerecht ab wie die Bereiche Metallbau, Energie, Konzessionen und öffentlich-private Partnerschaften. Dank der Erfahrung seiner fast 70.000 Mitarbeiter konnte EIFFAGE im Jahr 2013 einen Umsatz von 14,3 Milliarden Euro erzielen, davon 16 Prozent außerhalb Frankreichs. Das Unternehmen führt jährlich 100.000 Projekte aus. Bekannt ist EIFFAGE ebenfalls für sein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, das in Europa seinesgleichen sucht, denn über 60.000 Mitarbeiter besitzen 28 Prozent des Aktienkapitals. Dieses Programm unterstützt die Unabhängigkeit des Konzerns, wodurch wiederum seine Stabilität abgesichert wird. EIFFAGE konnte durch seine kreativen Fähigkeiten und den dadurch angetriebenen Ideenreichtum schon häufig eine Vorreiterrolle übernehmen. Auf diese Weise bleibt das Unternehmen innovativ und ist in der Lage, sich auf seine aktuellen Herausforderungen einzustellen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.eiffage.com

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