Dienste-Distribution und -Aggregation in Bahnhöfen

Als Betreiber eines Telekommunikationsnetzes müssen Sie an und in Ihren Bahnhöfen eine immer größer werdende Anzahl von unterschiedlichen elektronischen Diensten bereitstellen. Wo früher evtl. nur der Takt für Minutensprunguhren und die Lautsprecherdurchsage zu übermitteln waren, müssen heutzutage Werbedisplays, Überwachungskameras, dynamische Fahrgastinformationssysteme, Fahrkartenautomaten, WLANs für Kunden und vieles mehr über Ihr Telekommunikationsnetz mit Daten versorgt werden.

Da das Bahnhofsgelände in vielen Fällen sehr groß ist, können nicht alle Dienste direkt angeschlossen werden (10BaseT hat z.B. eine max. Leitungslänge von 100 m). Um die Reichweite der Schnittstellen zu verlängern, müssen also DSL-Strecken eingesetzt werden (LT in der Zentrale, NT am fernen Ende). Idealerweise können die NTs ferngespeist werden. Die Fernspeisung sichert zum Einen eine schnelle Realisierung neuer Zugangspunkte (keine lokale Stromversorgung nötig), zum Anderen sichert sie einen protokollierbaren Betrieb (keine Abhängigkeit von dezentralen Stromquellen).

Neben der Bereitstellung dieser vielen Informationsdienste müssen auch Daten zur Gewährleistung eines sicheren und reibungslosen Zugbetriebs übertragen werden. Um Ihr Ziel, Ihr Telekommunikationsnetz zu optimieren, zu erreichen, sollten die Informationsdienste zusammen mit den anwendungskritischen Daten zur Gewährleistung eines sicheren und reibungslosen Zugbetriebs über ein einheitliches Telekommunikationsnetz übertragen werden. Dazu müssen die Daten unter anderem zur Signalsteuerung, von Achsenzählern, Heißläufer-/Festbremsortungsanlagen, Gleisfreimeldeanlagen oder Zungenprüfkontakte über ein Kommunikationsnetz mit höchster Systemerreichbarkeit ausgetauscht werden. Hierbei gilt es auch die EN 50159-1 zu beachten. Für einen reibungslosen Betrieb sollen vielfältige Schutzmechanismen auf Netz- und Netzelement-Ebene eine maximale Verfügbarkeit des Telekommunikationsnetzes garantieren.

XMC20

XMC20 ist eine hybride Zugangs- und Transport-Platform für anwendungskritische Netze, die Ethernet- SDH- und PDH-Technologie in einem einzigen Subrack vereint. Sie ist ausgelegt auf die spezifischen Anforderungen in Betriebsnetzen.

  • SDH-Übertragung mit SDH STM-1, STM-4, STM-16
  • Multiplex Section Protection (MSP)
  • Subnetwork Connection Protection (SNCP)
  • 1+1 Equipment Protection (EQP)
  • Synchronous Equipment Timing Source (SETS) protection
  • Ethernet-over-SDH
UMUX

UMUX ist ein Multi-Service-Zugangssystem, das eine Vielzahl von Applikationen für Betriebsnetze bereitstellt. Neben den Ethernet/IP-Schnittstellen werden auch alle traditionelle Schnittstellen unterstützt. Integriert sind ebenfalls vielfältige Netzschnittstellen.

  • Ethernet/IP Schnittstellen (10/100BaseT, Gigabit-Ethernet)
  • Traditionelle Schnittstellen (V/X, POTS, ISDN, G.703, RS-232, RS-485, I/O-Kontakte)
  • Netzschnittstellen (SDH bis STM-4 optisch und elektrisch, SHDSL, G.703)
  • Umfangreiche Schutzfunktionen
    • Multiplex Section Protection (MSP)
    • Sub Network Connection Protection (SNCP)
    • Linear Trail Protection (LTP)
    • 1+1 Equipment Protection (EQP)
    • 1+1 Path Protection
    • Synchronous Equipment Timing Source (SETS)
    • EoS with Link Capacity Adjustment Scheme (LCAS)
    • Spanning Tree Protocol (STP)
    • Rapid Spanning Tree Protocol (RSTP)
XMP1

Der XMP1 ist ein modulares, flexibles und hoch integriertes Multi-Service-Zugangssystem, das ein umfassendes Spektrum an Sprach-, ISDN-, Daten- und LAN-Diensten bietet. Die SDH- und 64-kbit/s-Cross-Connect-Funktionalität ist integrierter Bestandteil des Systems, sodass nicht nur eine Vielfalt an 64-kbit/s-basierten PDH-Netzapplikationen unterstützt werden, sondern auch eine nahtlose Einbindung in STM-1/STM-4-Ringnetze, sternförmige und vermaschte Netze möglich ist.

  • Modulares System für sämtliche Netztopologien
  • SDH-Übertragung mit STM-1 und STM-4
  • Zahlreiche Sprach- und Datenschnittstellen